Pressemitteilung

23.04.2026 | Völlig überraschend soll der MANN+HUMMEL-Standort Speyer bis 2028 schließen. Die IG Metall kritisiert das Vorgehen scharf und fordert eine Zukunftsperspektive – gemeinsam mit einer empörten Belegschaft.

Logo IGMRund 600 Arbeitsplätze bei MANN+HUMMEL Speyer in Gefahr

IG Metall fordert Zukunftsvereinbarung für den Standort

Frankenthal, 22. April 2026
Nachdem am Donnerstag, den 16. April 2026, die vollständige Schließung des MANN+HUMMEL-Standorts in Speyer bis Ende 2028 verkündet wurde, hat sich die IG Metall am 21. April 2026 im Rahmen einer Betriebsversammlung erstmals umfassend dazu geäußert. Die Gewerkschaft fordert eine Zukunftsvereinbarung, um den Standort Speyer zu sichern.

Rund 450 Beschäftigte folgten der Einladung des Betriebsrats zur Betriebsversammlung. Dort wurden der aktuelle Sachstand sowie die Handlungsoptionen dargestellt. Eine anschließende Fragerunde mit der Geschäftsführung sorgte für laut hörbaren Unmut in der Belegschaft.

„Der Schließungsbeschluss für Speyer hat alle Beschäftigten völlig unerwartet getroffen. Es geht hier nicht um eine Verlagerung, sondern um eine komplette Standortschließung. Teilweise mussten Kolleginnen und Kollegen durch die Presse oder über Angehörige erfahren, dass ihr Arbeitsplatz bis 2028 gestrichen werden soll. Diese Umgangsform nach 81 Jahren Standortgeschichte in Speyer verurteilt die IG Metall aufs Schärfste. Weder die Interessenvertretung noch die Gewerkschaft wurden im Vorfeld in Gespräche über alternative Szenarien einbezogen,“ erklärt Wladislaw Wolter, politischer Sekretär der IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal.

Derzeit stehen Betriebsrat und IG Metall in engem Austausch, um mögliche Zukunftsszenarien für den Standort zu entwickeln. Für beide Seiten ist klar: Ziel ist eine Vereinbarung, die eine Zukunft für Speyer sichert. Das gemeinsame Motto lautet dabei: „Zukunft durch Widerstand!“…

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